26. August 2010  

Rede zur Situation in Afghanistan

Liebe Bürgerinnen und Bürger hier in Euskirchen,


die Deutsche Bundeswehr ist seit 2001 also seit neun Jahren im viert ärmsten Land auf der Welt -in Afghanistan. Bis April 2010 hat der Krieg 43 Deutsche Bundeswehrsoldaten das Leben gekostet.
Der Grund warum die Deutsche Bundeswehr sich in Afghanistan im Krieg befindet - ist der, dass Deutschlands Freiheit am Hindukusch verteidigt werden muss so der Frühere SPD-Verteidigungsminister Peter Struck.
Es ist noch nicht lange her, da ist unser ehemaliger Bundespräsident Horst Köhler aus folgenden Gründen zurück getreten. Er sprach über den Afghanistan Einsatz ich zitiere: im Zweifel, also auch im Notfall der militärische Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel für freie Handelswege.


Liebe Bürgerinnen und Bürger, dass ist der eigentliche Grund für den Bundesweheinsatz in Afghanistan hier geht es darum eigene Interessen und Interessen von dritten durchzusetzten um unter anderem - Handels oder Wirtschaftswege zu sichern - um am Ende das großmöglichste Stück vom Kuchen zu bekommen. Dieser Militäreinsatz - der auf Eskalation basiert und das Ziel hat - Wirtschaftswege zu sichern lehnen wir - das Friedensbündnis-Eifel ab.


Die Nato setzt mit den zwei Militäroperationen OEF(Operation Enduring Freedom) und der ISAF(International Security Assistance Force) auf eine militärische Eskalation. Innerhalb von nur einem Jahr hat sich die Zahl der Soldatinnen und Soldaten unter dem Kommando der ISAF von 55000 auf mehr als 100000 fast verdoppelt. Deutschland hat seine Truppenstärke für Afghanistan auf 5350 Soldatinnen und Soldaten erhöht, dabei wissen wir das der Krieg in Afghanistan weder Demokratie noch Sicherheit sowie den Wiederaufbau in Afghanistan vorantreibt.
Die Bundesregierung und die Fürsprecher des Einsatzes in Afghanistan führen immer wieder ins Feld, was mit den Frauen passieren würde wenn man alle Streitkräfte abzieht. Dazu ist zu sagen, dass es den Frauen nach neun Jahren Bundeswehreinsatz nicht besser geht. im Gegenteil sogar. Immer mehr Frauen müssen sich für ihre Männer prostituieren. Ein weiteres Problem in Afghanistan sind die Zwangsverheiratungen auch von Kindern. Zudem ist die jahrelange Gewaltanwendung an Frauen in Afghanistan der Grund, dass die Selbstmortrate von Frauen in den letzten Jahren immens gestiegen ist.


Des Weiteren - 700 Kinder und etwa 70 Frauen, sterben täglich auf Grund mangelnder Gesundheitsversorgung. Die Kinder –und Müttersterblichkeit ist immer noch sehr hoch -1600 bis 1900 von 100000 Frauen sterben bei der Entbindung und die Lebenserwartung liegt unter 45 Jahren.
Die Bundesregierung, der Verteidigungsminister - als auch die Deutsche Medienöffentlichkeit sieht den Bundeswehreinsatz in Afghanistan als eine westliche Intervention. Diese Intervention macht jagt auf Taliban und dadurch resultierende - so genannte Kollateralschäden - seien unvermeidbar.Hier spricht die Bunderegierung von Kollateralschäden und vergisst zu erklären was Kollateralschäden sind.


Die Frage ist, was sind Begleitschäden?
Kollateralschäden sind Zivilisten die von der Bundesregierung in Kauf genommen werden 
Das heißt Kinder
Das heißt Frauen
Das heißt Männer
Das heißt Tiere und Umwelt

Laut einem UN-Bericht sind seit Jahresbeginn mehr als 1200 Zivilisten getötet worden, 25 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2009. Besonders dramatisch stieg die Zahl der getöteten Kinder an.

Das Friedenbündnis – Eifel fordert die Bundesregierung und die Nato auf, alle internationalen Truppen und die Bundeswehr aus Afghanistan abzuziehen und Es den Niederländern oder den Kanadiern gleich zu tun. Diese haben erkannt, wenn auch spät, das durch eine militärische Eskalation mit neuen Drohnen, Panzerfäusten, Panzerhaubitzen und anderen schweren Waffensystemen, man keinen Frieden oder Demokratie in Afghanistan schaffen kann.

Belegt zudem ganz klar eine Umfrage im April 2010, dass 70 % der Bergerinnen und Bürger in Deutschland gegen den Kriegseinsatz in Afghanistan sind und einen sofortigen Abzug fordern.

Wir helfen den Menschen in Afghanistan nur, indem wir den Auf und Ausbau einer zivilen Infrastruktur verwirklichen. Es muss darum gehen, allen Menschen in Afghanistan die Teilhabe an politischen Entscheidungen zu ermöglichen. Afghanistan braucht einen landesweiten demokratischen Neuanfang ohne ausländische Einmischung.

Der Krieg gegen den Terror, mit militärischen Mitteln wie er unter OEF und ISAF geführt wird, muss sofort beendet werden. Stattdessen muss der zivile Wiederaufbau von zivilen Institutionen und Personen geleitet werden.

Die Korruption muss bekämpft und die Drogenbarone entmachtet werden. Zudem bedarf es eine solidarische Agrarpolitik, damit die Bäuerinnen und Bauer von ihren Erträgen leben können.

Das Friedenbündnis – Eifel

Fordert den sofortigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan

die Finanzierung des zivilen Wiederaufbaus statt des Kriegseinsatzes

die politische Unterstützung der demokratischen Kräfte in Afghanistan.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit!

Jan Fischer

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