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27. September 2012  

PCB Belastung in der Marienschule

 

Eine Anfrage besorgter Eltern, bezüglich der PCB belastung in der Marienschule.

 

Bei der Messung am 22.06.2007 wurden bei 25,3°C schon PCB-Konzentrationen in der Luft gemessen, die laut PCB-Richtlinie NRW akute Maßnahmen notwendig machen. In den Sommerferien 2008 (ein! Jahr später) wurde dann ein Konzept erstellt, wie eine Sanierung der betroffenen Fugen erfolgen kann. Bis heute ist keine Sanierung der betroffenen Fugen in den Fluren erfolgt. Gab es Gründe für eine solche Verzögerung und eine weitere Verzögerung nach den letzten alarmierenden Messungen vom 21.04.2012 bis zum Gespräch mit der Schulleitung am 14.07.2012?

 

Während der Informationsveranstaltung am 12.09.2012 hat der Sachverständige Dr. Zwiener vor ca. 200 Gästen erklärt, dass in den Klassenräumen der Schule keine PCB-Primärquellen mehr existieren. Die erhöhte PCB-Konzentrationen in der Raumluft sind aus dem Luftaustausch mit der Luft aus den Fluren zu erklären. Erst auf Intervention der Lehrer und der Elternschaft wurden weitere Messungen in den Klassenräumen, der Aula und den Sportanlagen durchgeführt. Die Lage der betroffenen Fugen ließen berechtigte Zweifel an der Aussage des Sachverständigen offen. Die Ergebnisse bestätigen nun, dass Herr Dr. Zwiener am 12.09.2012 nicht wirklich sachverständig auftrat. Inwieweit können die Eltern und Lehrer den Aussagen der Gutachten trauen und wie können Sie zum Vertrauensgewinn beitragen?

 

Herr Danz bestätigte am 12.09.2012, dass in den Herbstferien alle Primärquellen in der Schule beseitigt werden und danach die Sanierung der Sekundärquellen beginnt. Wie ist dieses Versprechen nun nach den letzten Messungen zu werten? Bis zu welchem Termin werden endlich alle Primärquellen saniert?

 

Unsere Kinder und die Lehrer brauchen keine Ablenkungsmanöver, wie gut doch die Stadt bei anderen Schulen mit der PCB-Belastung umgeht. Im Fall der Marienschule ist dringend richtiger Tatendrang gefordert. Die aktuelle Chronologie der Ereignisse lässt leider vermuten, dass hier ein Zeitplan nicht in Tagen und Wochen zu erwarten ist, sondern dass die aktuelle Zeiteinheit das Jahr ist. Solange müssen wir unsere Kinder nicht bewusst einem Gift aussetzen. Meine Tochter ist eine betroffene Schülerin an der Marienschule und wir erwarten von der Stadt endlich einen vorbildlichen Umgang mit diesem Gefahrenstoff PCB.

 

Ein Blick in die Chemikalienverbotsordnung (Anhang Abs. 13) verrät Ihnen übrigens, dass unsere Schulen nicht der passende Aufbewahrungsort für solche Stoffen sind.

 

 

 

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